Raumschiff Reithalle

nach einem Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt

 

Zum Stück

5774Während meiner Assistentenzeit in Coburg entstanden unter dem Label ‚Late-Night‘ verschiedene kleine Programme für die Reithalle. ‚Gefühlskalt‘, ein Abend der nur aus den gestrichenen Textstellen der parallel geprobten Produktion ‚Hautnah‘ bestand, war einer dieser Abende, ‚Raumschiff Reithalle – Transmission 1‘ nach dem Hörspiel ‚Das Unternehmen der Wega‘ von Friedrich Dürrenmatt ein anderer. Selten genug wählt das Theater ja einen Stoff, der in der Zukunft liegt – hier stehen sich auf der Erde des Jahres 2255 zwei verfeindete politische Blöcke in einer kriegerischen Pattsituation gegenüber. Einzig die Venus, die von beiden Parteien als Strafkolonie genutzt wird, könnte den entscheidenen Vorteil für einen Überraschungsangriff bieten. Und so macht sich ein Raumschiff auf den Weg, mit den entsprechenden atomaren Druckmitteln im Rumpf um Verhandlungen zu führen. Entstanden vor dem Hintergrund des Kalten Krieges der 50er Jahre macht dieser Text erschreckend deutlich, wie zeitlos Kriegsrhetorik und ideologische Lüge gerade im Zeichen des ‚war on terror‘ sind.

 

Besetzung / Besatzung

Es spielen

Agent Mannerheim

Georg Heckel

Außenministerin Wood

Daniela Zähl

Kriegsministerin Costello

Anja Lenßen

Ministerin für die außerirdischen Gebiete

Kristine Walther

Oberst Roi

Helmut Jacobi

Bonstetten, Gefangener auf der Venus

Björn Arvidsson

Smith, Petersen, Irene, Venusbewohner

Margaret Rose Koenn

 

Regie und Ausstattung

Marc von Reth

 

Übertragen von Bord des Raumschiffes Vega in die Reithalle des Landestheaters Coburg, Sternzeit 200,3

 

Fotoauswahl

 Alle Bilder, alle Stücke zum Stöbern finden sich auch im Kaleidoskop.

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